Die Antwort auf die Frage 'Was?'
ist schon auf der Startseite ge-
geben worden.
So bleibt hier nur noch zu tuen: das Etwas etwas auszuwalzen, die angedeuteten Linien zu vertiefen und auch ein wenig über die Möglichkeiten der Entwicklung zu spekulieren. Dies aber im Rahmen.
Diese page, wie auch die Startseite sind gute Beispiele für Seiten, die immer mal wieder ihren Inhalt verändern werden, sogar ziemlich schnell und unerwartet einen Wechsel erfahren können. Die Startseite hat, anders als bei den meisten sites, die Funktion neue Besucher - immer auch Besucherinnen, immer! - und regelmäßige solche auch, möglichst schnell über Änderungen, Neuerungen und all das, was auf der site und in der blog interessant ist, zu unterrichten. Für ausführlichere (und auch nebensächlichere) Informationen gibt es dann diese 'Was?'-page. Der erste Impuls war hier ein Fest philosophischer Abhandlungen und theoretisch hochverschachtelter Sätze zu feiern, wo ganz grundlegende Überlegungen (Da! Die zwei Worte, die der Klammer vorangehen, zeigen, daß ich mich noch nicht ganz davon verabschiedet habe.) in ein paar Dutzend nicht allzulangen Kapiteln dargestellt werden. Doch warum soll ich mir bei Etwas den Philowolf machen, was doch keiner liest - okee, kaum wer - wenn es schlichtweg narrensicher ist, es überall einfließen zu lassen. Merkt Niemand und tut Keinem ein Weh. Das hier ist schließlich keine site, die dem vollabstrakten Philosophieren dienen und die Tasche tragen soll. Es ist eine site, die meine Bilder stützt und mehr Bilder bringt - im Lauf der Zeit.
Über Sprache, Texte und Friedrich II.
Ja, sie soll auch Texte von mir tragen, die oft sehr eng an die Bilder geschmiegt sind, manchmal auch geschmiedet. Es gibt sogar ein paar Gelegenheiten wo es umgekehrt ist und es gibt ein paar Gelegenheiten wo das Eine vom Anderen nicht klar zu trennen ist. Ebenso nicht klar zu trennen ist - wenigstens für meinen persönlichen Gebrauch - der Gebrauch von alter, wie von neuer Rechtschreibung. Wenn es nötig ist, halte ich es sogar mit der Meinung Friedrichs des Großen: mag Jeder so schreiben, wie er mag. Oder war es kann? Es ist gleichviel, denn zum Einen schreibe ich über weite Strecken lesbar, zum Weiteren ist es jemand, der sich auf Texte, die über zweieinhalb Zeilen hinauswachsen, durchaus möglich, Sprache zu entdecken und zu verstehen, auch wenn sie sich nicht an die zweifelhaften und in jede Richtung auslegungsfähigen offiziellen Regeln der deutschen Sprache (gültig aber nicht im deutschen Sprachraum, sondern nur in Deutschland) gefesselt ist. Zum Dritten lese ich in den online-Versionen gewisser Zeitungen Besuch für Besuch soviele Fehler, die nicht auf Überlegung beruhen, habe wohl nie ein Buch in der Hand gehabt, das ohne Fehler war, daß ich mir kein Gewißen machen muß. habe ich schon erwähnt, daß ich die gute, alte Ligatur 'ß' toll und für erhaltenswert erachte?? Na, der Eine oder Andere hat sich das vielleicht schon gedacht. Ebenso, daß ich Groß- und Kleinschreibung bisweilen etwas konsequenter anwende, als es die ganz und gar verbogenen und nicht nachvollziehbaren Regeln vorschreiben. Das tue ich nur solange, bis die Großschreibung frei gegeben wird, also diese unsere Sprache so geschrieben werden kann, wie die englische. Zum Abschluß möchte ich bestätigen, daß des Lesers - auch immer auch der Leserin - Vermutung, nämlich formuliert in dem alten philosophischen Kampfsatz: "Sprache gehört dem (der), der (die) sie benutzt!" eher geneigt bin zuzustimmen, denn ihn mit wirren Bewegungen wegwedeln zu wollen, was bei so einem Satz sowieso kaum gehen will. Das gilt dann für Alle, ob Grumbiere oder Erdöpfel.
Zu dem Bild als solchem
Ich bin ein Zeichner. Jetzt reicht dieser nicht aus - wäre das eine Fernsehserie, und ich der Regisseur, dann würde ich mich in expressivste Darstellung flüchten, dramatisch und die Musik reif für den Award, ausgemergelt würde mein Darsteller mit einem zotteligen Bart da stehen, der ihm auf dem Hinweg zu diesem Satz erst wuchs! Dennoch, obgleich man (frau auch) ihm die Strapazen ansieht, die er durchwinden mußte um den Weg zurücklegen zu können, der ihn vor das optisch massiv wirkende alte Herrenhaus geführt hat von dem Leute, die anscheinend dabei gewesen waren, munkeln, dort habe (die Stimme wird ehrfürchtig leise, fast nur noch ein Schaben ist sie, auf den Ohrhaaren der Hörer) - also, doer habe der Gööööthe einen Donut gegessen. Doch (die Stimme verändert sich dabei nicht: beides eine Sensation für sich, also zusammen eine Doppelsensation! Ach Quatsch, haha, eine Potenz!) - aber der heiß damals nicht so. Jetzt aber zurück zu demBild was ich baue: also der Mich-Darsteller, steht total abgewirtschaftet vor der beeindruckenden (wenigstens aber beeinflußenden) Kulisse und gröhlt richtig raus - hier ist kein Platz für Ehrfurcht! Nicht vor etwas Anderem, als es der nie versiegende Strom der menschlichen Tusche ist mit der Bildgeschichte geschrieben ward, wird, geworden sein wird. Es drängt aus ihm raus, man sieht ihn beben - verstärkt durch die Seßhaftigkeit des Hintergrundes, ein durch Goethe geschocktes Haus - und es bricht aus ihm heraus, orgiastisch: "Ich bin ein Zeichner!"
ICH Bin ein Z E I C H N E R !!
Okee, im Film wäre das also einfach zu bewerkstelligen, hier auf so einer site, muß ich zu anderen Mitteln greifen, die, das ist diesen anderen Mitteln eigen, viel unmittelbarer sind, aber der Empfänger (auch auch Empfängerin, gell?) empfindet sie als eher mehr mittelbar. Sie sind also weniger unmittelbar beim Empfänger und weniger mittelbar beim Sender - das ist Kommunikation, die ich nun noch in diesen kleinen Absatz über das Bild geschmuggelt habe. Wer sich jetzt fragt, was dieses Kapitelchen denn mit dem Bild als solches zu tuen hat, der soll es dabei belassen. Auf keinen Fall mich fragen.
Ach, um die Neugierde etwas zu dämpfen: im Film würde der Micvh-Darsteller dann zusammen brechen und von einer zufällig des Wegs kommenden Krankenschwester, die eigentlich ausgebildete Grobärztin ist, aber wegen Verwerfungen der Systeme ihre Ärztinschaft nicht anerkannt bekam und dessen zur Folge als Krankenschwester arbeitet. Ärztin wurde sie nur auf Druck des Systems, in dem sie damals die Ausbildung absolvierte, eigentlich wollte sie Zeichnerin und Matrosin werden. Diesenfalls trifft es sich aber gut, daß das unmenschlich harte System sie dazu zwang. Mit vor Anstrengung erweiterten Pupillen und in einem aufkommenden F5-Sturm schleppt sie den ohnmächtigen - das hat sie auf fünf Meter Entfernug schon erkannt - Zeichner über Tal und Berg, durch reißende Flüsse und durch stinkende Städte, bis sie ihn in ihrer kleinen Hütte ganz weit außerhalb ablegt und mit Fett und Filz gesund pflegt. (Filz würde sich in dem Fall darauf beziehen, daß sie den Apotheker in dem Krankenhaus, da wo sie arbeitet, besticht oder erpresst, damit er ihr ein paar Flaschen Kamille-Lösung raustut, für lau. Ja, das wäre schön. Und schließlich erwacht der Zeichner wieder und raunt: "Doktor Schiwaga, wo bin ich?" Sie antwortet keck: "In dem Haus einer Zeichnerin - auch wenn widrige Umstände mich gezwungen haben Beruff zu nehmen aan." (Die letzten Worte ihres Satzes sollen in den Viel- und Allesguckern die Erinung an dreieinhalbmal Doktor Schiwago wachrufen - ich würde niemals einer Person mit slawischer Muttersprache unterstellen, daß sie gerade zum pittoresk-dramatischen Satzende hin plötzlich ihr Hochdeutsch verliert. Aber wenn ich dafür den Sendeplatz ZDF Sonntag um Zwanziguhrfünfzehn ergattern will, muß ich schon Alles verbiegen, was nicht bricht.
Was zum Bild im allgemein Besonderen
Dazu gibt es wenig zu sagen. Die Techniken, die Darreichungsformen der Pigmente oder Ausführungen derProdukte der Kontrastzeugträger, die ich verwende sind: Blei-/Graphitstift, Kohle (meist Stifte, damit ich später sagen kann, daß ich viele Stifte verbraucht habe.. durch endlos erscheinendes Anspitzen..), Tusche und diverse Stahlfedern, Kolbenfüller, manchmal Fineliner oder dickere Stifte; Holzschnitt, Kaltnadel, (bei Gelegenheit:) Strich- und Flächenätzung, unbenannte Drucktechniken, bisweilen geht es auch nur bis zum Ende der Druckvorstufe; Malerei beschränkt sich auf Aquarell und digital, ganz selten dilettiere ich mit Wandfarben rum, dann CMYK (nur um zu sehen, ob ich es noch hinbekomme aus vierfarben Alles zu machen, selten); Photographie (digital, die ich - was mich betrifft, und nur mich - aber nicht als künstlerische Technik sehe, da sie mir zu sehr mit unverzichtbarer und nicht selbst reproduzierbarer Technik beladen ist, ob chip oder etliche Zeilen code, die den Gimp Sachen machen lassen, die ich mit der Maus und Tastatur herbeiclicke). Und - aber ich erwähne es nicht ausführlich - das Wort, die Worte, meist geschrieben aber auch auf niedrigen Bühnen gesprochen und mal geschrieen.